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Rijeka
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Rijeka [] (italienisch und ungarisch Fiume, deutsch veraltet Sankt Veit an der Flaum) ist eine Hafenstadt an der Kvarner-Bucht in Kroatien. Die mit rund 107.000 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2021)cite-ref-3[3] drittgrĂśĂte Stadt des Landes ist Hauptstadt der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar und Sitz der katholischen ErzdiĂśzese Rijeka. Rijeka und das irische Galway waren 2020 die Kulturhauptstädte Europas.cite-ref-4[4]
Contents
⢠Name
⢠Stadtgliederung
⢠Stadtteile
⢠Geographie
⢠Lage und Klima
⢠Geschichte
⢠Antike
⢠Mittelalter
⢠Politik
⢠Kommunalwahlen
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Konsulate
⢠BevÜlkerung
⢠Religion
⢠Judentum
⢠Sprache
⢠Festungen
⢠Verkehr
⢠Schifffahrt
⢠Eisenbahn
⢠Luftfahrt
⢠StraĂenverkehr
⢠Bildung
⢠Medien
⢠Kunst und Kultur
⢠Theater
⢠Karneval
⢠Sport
⢠Sonstiges
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Name
Der Stadtname leitet sich von einem Kastell und einer Kirche am Fluss RjeÄina (lateinisch Flumen Sancti Viti âSt. Veitsstromâ) im heutigen Stadtteil Trsat ab.cite-ref-5[5] Auf Slowenisch heiĂt die Stadt Reka, auf Italienisch Fiume sowie auf Deutsch veraltet Sankt Veit am Flaum oder Pflaum, ungarisch ehemalig auch Szentvit. Der Ortsname bedeutet im Kroatischen, Slowenischen und Italienischen jeweils âFlussâ. Auch der Bestandteil Flaum oder Pflaum im ehemaligen deutschen Ortsnamen Sankt Veit am Flaum geht auf Lateinisch flumen fĂźr âFlussâ zurĂźck.
Stadtgliederung
Stadtteile
⢠Banderovo â 1.745
⢠Belveder â 2.715
⢠Brajda-Dolac â 2.955
⢠BraĹĄÄine-Pulac â 2.147
⢠Bulevard â 1.685
⢠Centar-SuĹĄak â 1.351
⢠Draga â 1.251
⢠Drenova â 7.063
⢠Gornja VeĹžica â 5.371
⢠Gornji Zamet â 4.762
⢠Grad Trsat â 2.129
⢠Grbci â 1.437
⢠Kantrida â 5.114
⢠Kozala â 4.287
⢠Krimeja â 2.591
⢠Luka â 929
⢠Mlaka â 3.203
⢠Orehovica â 491
⢠PaĹĄac â 342
⢠PeÄine â 2.027
⢠Pehlin â 4.978
⢠Podmurvice â 4.981
⢠PodveĹžica â 4.981
⢠Potok â 1.143
⢠SrdoÄi â 6.346
⢠Sveti Kuzam â 188
⢠Sveti Nikola â 7.502
⢠Svilno â 851
⢠ŠkoljiÄ-Stari grad â 1.248
⢠Škurinje â 4.811
⢠Škurinjska Draga â 3.590
⢠TurniÄ â 3.705
⢠Vojak â 2.436
⢠Zamet â 7.765
Geographie
Lage und Klima
Die Hafenstadt Rijeka liegt an der gleichnamigen Bucht (kroatisch RijeÄki Zaljev), die das Nordende der inselreichen Kvarner-Bucht bildet, an der MĂźndung des RjeÄina, der durch die Stadt in die Adria flieĂt. Der heutige Name des Flusses leitet sich von dem der Stadt ab, der er ursprĂźnglich den Namen gab.
Die mittlere Lufttemperatur beträgt im Januar 5,9 °C und im Juli 23,5 °C, die jährliche Lufttemperatur 14,3 °C, die jährliche Niederschlagsmenge 1548 mm. Insgesamt gibt es 86 Regentage im Jahr. Im Durchschnitt scheint die Sonne 2120 Stunden im Jahr.
Geschichte
In Rijeka wurden Siedlungsspuren gefunden, die bis in das Paläolithikum (Steinzeitalter) und das neolithische Zeitalter zurĂźckreichen. Im prähistorischen Zeitalter (Bronze- und Eisenzeit) bauten vermutlich die Kelten um die HĂźgel Befestigungen. Sie verbanden die fĂźnf HĂźgel (Solin, MartinĹĄÄica, Trsat, Velivrh und GradiĹĄÄe) mit Wallanlagen. Ein Ăberbleibsel aus dem Keltischen dĂźrfte das Wort Tarsa (Trsat) sein, das Berg bedeutet, evtl. Berg am Fluss.
Um diese Wallbauten konnte sich eine Siedlung mit einem Hafen entwickeln. Die Kelten wurden von den Illyrern verdrängt oder haben sich mit ihnen vermischt. Der Stamm der illyrischen Liburner lebte vorwiegend entlang der KĂźste und baute den Hafen aus. Im Hinterland siedelten die Iapoden, auf die die Befestigung des HĂźgels Trsat jenseits des Flusses RijeÄina zurĂźckgehen soll.
Die Illyrer nutzten den Hafen fßr ihre seeräuberischen Aktivitäten in der Adria. Sie waren damals bekannt als Seefahrer, Schiffbauer und Seeräuber; zu dieser Zeit nannten sie die Ortschaft Liburna.
Antike
Liburna war fĂźr die RĂśmer ein Ărgernis, da von hier zahlreiche Angriffe auf die rĂśmischen Handelsschiffe in der Adria ausgingen. Die RĂśmer fĂźhrten mehrere KriegszĂźge gegen die Illyrer, dabei eroberten sie die Siedlung um 180 v. Chr. Die RĂśmer verlagerten die bisherige Siedlung näher an das Meer, an die Stelle der heutigen Altstadt.
In der Antike wurde die Stadt Tarsatica genannt und war vermutlich bereits zu dieser Zeit in zwei Kommunen geteilt. Tarsatica Romana (Rijeka) war die Hafenstadt und Tarsata Liburna (Trsat) die Burgstadt. Die RĂśmer bauten auf dem Trsat später eine Beobachtungsstation. Heute findet man noch Ăberreste der rĂśmischen Siedlung, unter anderem Ruinen der Thermen, ein rĂśmisches Tor, Teile der rĂśmischen Stadtmauer sowie Mauerreste rĂśmischer Häuser.
Mittelalter
Die Kroaten lieĂen sich um 700 n. Chr. in der Gegend des heutigen Rijeka nieder. Aus strategischen GrĂźnden war der Ort fĂźr Karl den GroĂen wichtig. Er sandte ein Heer unter FĂźhrung des Markgrafen Erich (Eric) zur Eroberung der Stadt. Die Kroaten wehrten sich jedoch erfolgreich und schlugen 799 n. Chr. die Franken zurĂźck. Markgraf Erich verlor an den Felshängen vor der Burg Trsat sein Leben. Karl der GroĂe reagierte mit der Entsendung eines grĂśĂeren Heeres, durch das er Trsata erobern lieĂ. Von dieser Zeit an beherrschten die Franken die Stadt, die sie in ihr Reich integrierten.
Im 9. Jahrhundert gehĂśrte Rijeka zum KĂśnigreich der Kroaten. Ab dem 12. Jahrhundert bestand Kroatien im Staatsverband mit Ungarn als Personalunion. Im 13. Jahrhundert wurde Trsat (Trsata), das wieder aufgebaut worden war, von den FĂźrsten Frankopan der Grafschaft Vinodol beherrscht. Diese fĂśrderten den Ausbau von Trsat.
1287/1288 entstand das Gesetzbuch von Vinodol, eines der ältesten Gesetzbßcher Europas. Die Vinodoler Stadtgemeinden Grobnik, Trsat (Rijeka), Bakar, Hreljin, Drivenik, GriŞane, Bribir, Ledenice und Novigrad (heute Novi Vinodolski) unterzeichneten am 6. Januar 1288 dieses Gesetzbuch. Das Gesetzbuch schßtzte unter anderem Leibeigene und den Mann aus dem Volk vor den Feudalherren und den Gerichten.
Auf der rechten Seite der RjeÄina entstanden die Siedlungen Reka (Rika) und Sv. Vida (Sveti Vid na RjeÄini, St. Veit am Flaum); sie bildeten eine Stadt mit Toren, TĂźrmen, StraĂen und Handel. Während dieser Zeit wechselten die Herren der Stadt: die Dynastie Duino, die FĂźrsten Frankopan, die Grafen von Walsee. Die Einwohnerzahl betrug zu dieser Zeit ungefähr 3000. Zwischen dem 13. und dem 14. Jahrhundert entstand unter den Grafen von Walsee das gotische Rijeka.
Unter der Herrschaft der Habsburger
1465 kaufte Friedrich III. die Stadt von den Herren von Walsee; die Stadt wurde St. Veit am Flaum genannt. Bis 1918 gehĂśrte St. Veit am Flaum oder Fiume, wie sie die meiste Zeit genannt wurde, mit kurzen Unterbrechungen zur Habsburgermonarchie. Unter den Habsburgern entwickelte sich Fiume zur Rivalin von Venedig, die Habsburger bauten Fiume neben ihrem Haupthafen Triest konstant aus.
1509 wurde Fiume unter der FĂźhrung des Condottiero Melchiorre (?) Trevisan von den Venezianern kurzfristig erobert, dabei wurde die Stadt geplĂźndert, angezĂźndet und teilweise zerstĂśrt.
Mit der Thronbesteigung der Habsburger in Ungarn wurde Rijeka 1526 Teil der Länder der Stephanskrone. In der Folgezeit wurde es aber meist von Graz aus regiert (siehe InnerÜsterreich). 1530 entstand die erste Druckerei im Ort.
1595 erreichten osmanische Truppen die Ebene von Grobnik und standen damit in der Nähe von Fiume.
Im 16. Jahrhundert blßhte die Stadt auf; in dieser Epoche entwickelten sich in Fiume Manufaktur, Handel, Kunst und das Schulwesen. 1626 wurde das Jesuitengymnasium gegrßndet, das erste an der Adria; es besteht ohne Unterbrechung bis heute. Während dieser Zeit entstand das Fiume der Renaissance und des Barock. Zugleich kam es immer wieder zu Angriffen der Osmanen, Fiume aber fiel nie in ihre Hände.
Kaiser Karl VI. fĂźhrte 1717 die merkantilistische Wirtschaftspolitik ein; dies ermĂśglichte den freien Schiffsverkehr in der Adria. 1719 wurde der Hafen von Fiume zusammen mit dem Hafen Triest zum Freihafen erklärt, es entwickelten sich Industrie, Seefahrt und Handwerk. 1725 wurde die erste VerkehrsstraĂe gebaut, die Wien Ăźber Karlovac mit der Adria verband (Karolina).
1750 wurde Fiume wochenlang von mehreren Erdbeben erschßttert, teilweise dßrften sie sehr heftig gewesen sein. Dabei wurde auch die Burg Trsat beschädigt. Nach dem Erdbeben wurde eine Zuckerraffinerie gegrßndet, die bis 1828 existierte.
Mit einer VerfĂźgung Maria Theresias wurde Fiume 1779 ein Corpus separatum, eine eigenständige, autonome KĂśrperschaft. Damit wurde die Stadt aus dem KĂśnigreich Kroatien und Slawonien herausgelĂśst und direkt der Habsburger Krone unterstellt. Andrija Ljudevit AdamiÄ (Andrea Lodovico Adamich) (1766â1828), ein Händler jĂźdischer Abkunft und verdienstvoller KulturfĂśrderer, lieĂ 1805 ein Theater fĂźr 1600 Zuschauer bauen, das zu den grĂśĂten in Europa zählte, aber später abgerissen wurde.
In den napoleonischen Kriegen
Im Dritten Koalitionskrieg nahmen 1805 die Franzosen Fiume ein und gliederten es an das KĂśnigreich Italien (1805â1814) an, einen Marionettenstaat unter Napoleons Stiefsohn Eugène de Beauharnais. Eine besondere Rolle während dieser Zeit spielte die Gemahlin eines Kaufmanns von Rijeka, Karolina BeliniÄ (genannt Karolina von Rijeka). Sie rettete der Ăberlieferung nach die Stadt im Juli 1813 vor der ZerstĂśrung durch die britische Flotte, indem sie bei Verhandlungen mit dem englischen Admiral Freemantle ihren weiblichen Charme, ihr gutes Aussehen sowie ein tief ausgeschnittenen DekolletĂŠ nutzte. Dank Karolinas Intervention wurde angeblich nur ein einziger Schuss aus einer Kanone Richtung Fiume abgefeuert. Die Kanonenkugel wurde später neben dem Hauptportal der St.-Vitus-Kathedrale eingemauert, mit einer lateinischen Inschrift, die Ăźbersetzt lautet: âDieses Obst hat England gesandt, als es die Gallier von hier vertreiben wollteâ.
Nach dem Wiener Kongress
Siehe auch
:
Stadt Fiume mit Gebiet
Nach dem Wiener Kongress 1815 Ăźbernahmen die Habsburger, nach sechsjähriger ZugehĂśrigkeit der Stadt zu Italien, erneut die Macht. 1823 wurde eine PapiermĂźhle errichtet, hier wurde 1833 die erste Dampfmaschine SĂźdosteuropas installiert. Die ehemalige Zuckerfabrik wurde nach 1828 durch eine Tabakfabrik ersetzt, die zur grĂśĂten des KĂśnigreichs wurde, hier waren zeitweilig 2400 Arbeiter beschäftigt. Graf Laval Nugent erĂśffnete 1843 die Gemäldegalerie im Kastell von Trsat, das erste Museum in Kroatien.
Während der Revolution von 1848 nahm der kroatische Ban und kaiserliche Feldherr Joseph JelaÄiÄ von BuĹžim Fiume (Rijeka) ein, er setzte die Stadtregierung ab, anschlieĂend stand Rijeka wieder unter kroatischer Verwaltung. 1855 wurde der Hafen komplett modernisiert, dabei wurde der Fluss RijeÄina in ein neues Bett verlegt.
Die Ăśsterreichische Kriegsmarine erĂśffnete 1857 die Marineakademie Fiume (heute Gebäude des Krankenhauses in Rijeka). Um 1860 entwickelte der einheimische Ingenieur Giovanni Luppis (kroatisch Ivan Lupis-VukiÄ) den ersten schraubenbetriebenen Torpedo. Zusammen mit dem aus England stammenden Ingenieur Robert Whitehead entwickelte er den Torpedo ab 1864 so weiter, dass er auch effektiv eingesetzt werden konnte. Whitehead grĂźndete 1873 in Fiume die erste Torpedofabrik der Welt. Die Fabrik âTorpedoâ (ehemals Whitehead-Werft) besteht heute noch. In Fiume wurden neben zahlreichen Schiffen ab 1908 auch die ersten U-Boote fĂźr die k.u.k. Kriegsmarine gebaut.
Nach dem Ăśsterreichisch-ungarischen Ausgleich 1867 gehĂśrte Fiume zur ungarischen Reichshälfte. Im ungarisch-kroatischen Ausgleich ein Jahr darauf gab es keine wirkliche Einigung Ăźber die Zuordnung von Rijeka/Fiume: Während in der kroatischen Version des Dokuments stand, dass Ăźber die ZugehĂśrigkeit Rijekas weitere Verhandlungen gefĂźhrt werden sollten, wurde Fiume in der ungarischen wieder als Corpus separatum (Sonderverwaltungsgebiet) betrachtet. Nachdem das ungarische wie das kroatische Parlament jeweils der Version in ihrer Sprache zugestimmt hatten, wurde das Dokument Kaiser Franz Joseph I. zur Unterzeichnung vorgelegt. Kurz zuvor lieĂ jedoch die ungarische Regierung den fraglichen Artikel in der kroatischen Fassung mit einem StĂźck Pergament Ăźberkleben, dem sogenannten âRijeka-Fetzchenâ (rijeÄka krpica), das eine Ăbersetzung der ungarischen Version enthielt.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9] Der ungarische Ministerpräsident Gyula AndrĂĄssy unterstellte Fiume schlieĂlich 1870 einem Gouverneur seiner Regierung. Bei dieser âprovisorischenâ LĂśsung blieb es bis zum Untergang der Habsburgermonarchie.
Nach 1867 wurde Fiume (Rijeka) der Haupthafen fĂźr ungarische Waren; unter der ungarischen Leitung blĂźhte der Hafen auf, ab 1872 wurde ein neues, kĂźnstliches Hafenbecken angelegt.cite-ref-luka-10-0[10] 1871 erfolgte die ErĂśffnung von Banken (u. a. RijeÄka Banka) und GrĂźndung von Dampfschifffahrts-Aktiengesellschaften. Die Stadt bekam eine PferdestraĂenbahn, es gab 22 Konsulate, 20 Hotels und 9 Kinos. 1873 wurden Eisenbahnstrecken nach Ljubljana und Zagreb, Wien und Budapest, 1874 nach Triest erĂśffnet. 1882 wurde in Rijeka eine der ersten Ălraffinerien in Europa gegrĂźndet. Ab 1883 lebte der Ăśsterreichische Erzherzog Joseph Karl Ludwig mit seiner Frau in der Villa Nadvojvodina.
Zwischen 1870 und 1910 verdoppelte sich die BevĂślkerungszahl auf 50.000 Einwohner. Obwohl die âStadt Fiume mit Gebietâ einen verwaltungstechnischen Sonderstatus behielt und anders als im Rest des KĂśnigreichs Ungarn die âMagyarisierungâ nicht forciert wurde, stieg der Anteil der Magyaren (Ungarn) an der BevĂślkerung zwischen 1891 und 1910 von weniger als 3,6 Prozent auf 13 Prozent, während die Anteile der Kroaten und Slowenen zurĂźckgingen. Die grĂśĂte Volksgruppe blieb aber die der Italiener, die knapp der Hälfte der BevĂślkerung und zudem die städtische Elite stellte.cite-ref-11[11]
Rijeka war ein wichtiger Hafen fĂźr die Auswanderung nach Amerika, insbesondere nachdem die Cunard Line ab 1903 die direkte Passage RijekaâNew York anbot. Im Jahr 1906 erlebte die Emigration einen HĂśhepunkt, als sich fast 50.000 Auswanderer von Rijeka nach Amerika einschifften.cite-ref-luka-10-1[10] Vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs war Fiume 1913 mit fast 8000 abgefertigten Schiffen und einem Umsatz von fast drei Millionen Tonnen einer der zehn grĂśĂten Häfen Europas.cite-ref-12[12]
Der Erste Weltkrieg hatte fĂźr Rijeka einen starken Niedergang zur Folge, die Sperre von Otranto durch die Alliierten brachte den Hafen zum Stillstand. Im geheimen Londoner Vertrag von 1915 wurde Italien bei einem Sieg der Alliierten zwar die Annexion von Istrien und Dalmatien erlaubt, Rijeka wurde davon aber ausdrĂźcklich ausgenommen.
Die âFiume-Frageâ nach dem Ersten Weltkrieg
Siehe auch
:
Italienische Regentschaft am Quarnero
und
Freistaat Fiume
Angesichts des Zerfalls der k. u. k. Monarchie verlieĂ der letzte ungarische Gouverneur, ZoltĂĄn Jekelfalussy, die Stadt am 29. Oktober 1918. AnschlieĂend Ăźbernahm ein Italienischer Nationalrat die Regierung. Im Waffenstillstand von Villa Giusti vom 3. November 1918 ĂźberlieĂ das Ăśsterreichische Armeeoberkommando Fiume den Italienern.cite-ref-13[13] Neben dem Italienischen beanspruchte auch der Kroatische Nationalrat Rijeka â jeweils unter Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der VĂślker, wie es US-Präsident Woodrow Wilson in seinem 14-Punkte-Programm niedergelegt hatte. Trotz dieses Prinzips erwies sich Wilson als ein ausgesprochener Gegner eines Anschlusses Fiumes an das KĂśnigreich Italien. Nach dem 17. November 1918 Ăźbernahm ein interalliiertes Besatzungskorps die Kontrolle Ăźber die Stadt.cite-ref-14[14]
Während der Pariser Friedenskonferenz einigten sich im August 1919 die Premierminister Frankreichs und GroĂbritanniens, Georges Clemenceau und Lloyd George, mit dem italienischen AuĂenminister Tommaso Tittoni darauf, Fiume als Freie Stadt unter Aufsicht des VĂślkerbundes zu stellen. Sie warteten nur noch auf die Zustimmung des US-Präsidenten Wilson. Am 12. September 1919 besetzten jedoch 2500 italienische Freischärler â genannt Arditi â unter der eigenmächtigen FĂźhrung des italienischen Nationalisten und Schriftstellers Gabriele DâAnnunzio die Stadt, gegen den Willen der italienischen Regierung. DâAnnunzio wollte mit dem Status von Fiume (Rijeka) als italienischer Stadt vollendete Tatsachen schaffen und so verhindern, dass die Stadt dem KĂśnigreich der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS-Staat, dem späteren Jugoslawien) zugesprochen werden kĂśnnte.cite-ref-15[15]
Als Italien die Stadt nicht annektierte, rief DâAnnunzio die âItalienische Regentschaft am Quarneroâ aus, die man als wichtigen Vorläufer des faschistischen Systems ansehen kann; er selber Ăźbernahm das Stadtkommando. Der Ausnahmezustand wurde verhängt und eine Politik der Massenmobilisierung in Gang gesetzt. Die italienische Regierung blieb gegenĂźber DâAnnunzios Besetzung zurĂźckhaltend, einzig die Faschisten stellten sich hinter ihn: Deren AnfĂźhrer Benito Mussolini unterstĂźtzte DâAnnunzio bei seinem Vorhaben. DâAnnunzio sah in dem italienischen Faschisten Mussolini trotz einiger Differenzen den ErfĂźller seiner schwärmerischen nationalistischen Ideen und diente diesem umgekehrt als Vorbild. In Fiume wurden Rituale eingeĂźbt, die später die Faschisten Ăźbernahmen: Die Funktionsweisen der Ăsthetik des Faschismus, die die Massen in ihren Bann zog, wurden in Fiume erstmals angewendet und von DâAnnunzio erprobt.cite-ref-16[16]
Am 12. November 1920 kam der Grenzvertrag von Rapallo zwischen Italien und dem SHS-KĂśnigreich zustande, bei dem die Stadt (einschlieĂlich des Hinterlandes) zum unabhängigen Freistaat Fiume erklärt wurde. Aber DâAnnunzio zog eine italienische Besetzung vor und konnte erst durch den Einsatz eines italienischen Kriegsschiffes zu Weihnachten 1920 zum RĂźckzug bewegt werden. Es kam in der Stadt zu Unruhen, im März 1922 kam es sogar zu einem Putsch der lokalen Faschisten.
Italienische Herrschaft und Zweiter Weltkrieg
Der Freistaat wurde im Vertrag von Rom (Freundschaftsvertrag zwischen Italien und dem SHS-Staat) am 27. Januar 1924 aufgelĂśst und sein Territorium aufgeteilt: Die Stadt kam an Italien, die Nachbarstadt SuĹĄak fiel an das SHS-KĂśnigreich. Die Hafenverwaltung wurde gemeinsam ausgefĂźhrt. Fiume (Rijeka) hatte zu dieser Zeit 46.264 Einwohner, 28.911 waren Italiener und 10.927 Jugoslawen.
Mit den Wahlen 1924 setzte sich der Faschismus in ganz Italien und damit auch in Fiume als vorherrschende politische Ideologie durch. Eine sogenannte Italianisierung wurde in Fiume und Umgebung angestrebt, d. h. Kroaten und andere Nicht-Italiener wurden assimiliert oder vertrieben, Linke wurden vertrieben und auch eingesperrt, zudem wurde die kroatische Sprache verboten. Viele Kroaten wanderten schlieĂlich in den SHS-Staat aus. Italien fĂśrderte die Einwanderung von Italienern in diese Region.
Der Hafen wurde zweigeteilt, die umgeschlagene Warenmenge fiel auf ein Tief. Der Hafen von Suťak wurde dem Unabhängigen Staat Kroatien zugeschlagen. Er war zwar rund sechsmal kleiner als der italienische Teil, aber die umgesetzte Menge gleich hoch. Rijeka trat in eine Epoche intensiver Italianisierung ein und ging Ükonomisch zugrunde, denn es wurde zu einer provinziellen Grenzstadt eines Staates.
Während der deutsch-italienischen Besetzung Jugoslawiens 1941 kam die Umgebung der Stadt unter italienische Besatzung (Zona Fiumano-Kupa). Nicht-Italiener wurden teilweise enteignet und aus der Stadt Rijeka verwiesen. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 wurden Rijeka und Umgebung in das Adriatische KĂźstenland eingegliedert und gelangten so bis 1945 unter deutsche Besetzung. Am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstĂśrte die deutsche Wehrmacht 50 % der Lagerhäuser sowie die Verankerungen des Hafens. In der Stadt selbst gab es dabei ebenfalls einige kleinere ZerstĂśrungen, nachdem es zuvor bereits durch anglo-amerikanische Luftangriffe grĂśĂere Schäden gegeben hatte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg
Am Ende des Zweiten Weltkriegs waren etwa 80 Prozent der BevĂślkerung Italiener. Trotzdem wurde die Stadt 1947 auf GeheiĂ der alliierten Siegermächte an die Volksrepublik Jugoslawien abgetreten. Durch eine Volksabstimmung wurden zudem die Städte SuĹĄak und Rijeka wieder eine geeinte Stadt. Damit endete die 21-jährige ZugehĂśrigkeit zu Italien. Jugoslawien wies nach italienischen Angaben Ăźber 300.000 Italiener aus.cite-ref-17[17] Als Grund fĂźr die Ausweisung der Italiener wird die Nichtannahme der jugoslawischen StaatsangehĂśrigkeit genannt. Die meisten FlĂźchtlinge kamen aus Rijeka und Umgebung, aber auch aus Istrien und Dalmatien. Historisch gesehen ist dies nicht der einzige Grund fĂźr den Exodus der Italiener. Viele Italiener fĂźrchteten die Rache der slawischen Einwohner, die unter einer Politik der slavofobia (Slawenangst) zu leiden gehabt hatten, und verlieĂen Rijeka und damit auch Jugoslawien.cite-ref-18[18] Die ausgewiesenen Italiener wurden zum Teil in der Region von Triest angesiedelt, viele Italiener waren erst nach 1920, gefĂśrdert von der italienischen Regierung, in die Stadt und in ihre Region gekommen. Die Kroaten, die zuvor von den Italienern vertrieben worden waren, kehrten in die Stadt zurĂźck.
In der Folgezeit wurde Rijeka zu einem transittouristischen Verwaltungs-, Handels-, Industrie-, Kultur- und Universitäts-Mittelpunkt. Die Revitalisierung der Altstadt begann in den 1960er Jahren nach Entwßrfen des einheimischen Architekten Igor Emili. Dabei wurde auch die Burg von Trsat komplett renoviert. 1973 wurde Rijeka Universitätszentrum. Der Sitz des Rektorats ist das ehemalige Rathaus von Suťak.
Seit der staatlichen Unabhängigkeit Kroatiens
1991 erklärte sich Kroatien unabhängig von Jugoslawien. Während des anschlieĂenden Krieges kam Rijeka und die Umgebung ohne groĂe Schäden davon. Der nächste Frontabschnitt lag ca. 70 km in der Region Lika entfernt, bei dem viele Freiwillige aus der Stadt an den dortigen Gefechten teilnahmen. Später waren viele in ganz Kroatien an den Kämpfen beteiligt, bei denen insgesamt 16 Menschen aus Rijeka ums Leben kamen. Viele Serben verlieĂen die Stadt und ihre Umgebung, während viele FlĂźchtlinge aus den Kriegsgebieten Kroatiens und Bosniens hier aufgenommen wurden.cite-ref-19[19]cite-ref-20[20]
Seit der Unabhängigkeit ist die BevÜlkerung der Stadt gesunken.
Durch verschiedene Reformen wurden in Kroatien die wichtigsten Bildungsinstitute in die Hauptstadt Zagreb verlagert. Verschiedene Fakultäten und Institutionen mussten nach Zagreb umziehen.
Politik
Kommunalwahlen
Bei der Kommunalwahl vom 16. Mai 2021 waren 105.231 Bßrgerinnen und Bßrger in Rijeka wahlberechtigt und aufgefordert den neuen Gemeinderat sowie den neuen Bßrgermeister zu wählen, wovon 39.509 Menschen ihr Wahlrecht nutzten. Dabei gab es insgesamt 38.795 (98,19 %) gßltige und 714 (1,81 %) ungßltige Stimmen. Bei einer Wahlbeteiligung von 37,55 % kam es zu folgendem Ergebnis:cite-ref-22[22]
| Parteien und Wählergemeinschaften | Parteien und Wählergemeinschaften | % 2021 | Stimmen 2021 | Sitze 2021 |
|---|---|---|---|---|
| SDP / HSU / IDS / HSS / | Socijaldemokratska partija Hrvatske / Hrvatska stranka umirovljenika / Istarski demokratski sabor / Hrvatska seljaÄka stranka â Marko FilipoviÄ | 28,5 | 10.883 | 10 |
| HDZ | Hrvatska demokratska zajednica â Josip OstrogovÄ | 16,30 | 6.325 | 6 |
| KLGB | Kandidacijska lista grupe biraÄa â Davor Ĺ timac | 11,11 | 4.312 | 4 |
| MOST | Most nezavisnih lista | 10,38 | 4.030 | 4 |
| PGS | Primorsko goranski savez â Nikola IvaniĹĄ | 8,62 | 3.348 | 3 |
| MoĹžemo! / NL | MoĹžemo / Nova ljevica â NebojĹĄa ZeliÄ | 7,64 | 2.964 | 2 |
| AM / UNIJA / ALTERNATIVA | Akcija mladih / Unija Kvarnera / Alternativa 101 â Vedran Vivoda | 5,58 | 2.168 | 2 |
| RI | Lista za Rijeku â Ana BleÄiÄ JelenoviÄ | 4,95 | 1.921 | 0 |
| RF | RadniÄka fronta â Katarina PeoviÄ | 3,89 | 1.512 | 0 |
| DP / HSP | Domovinski pokret / Hrvatska stranka prava â Moris Hranj | 1,98 | 769 | 0 |
| BURA | Bura â Hrvoje BuriÄ | 1,45 | 563 | 0 |
| Gesamt | Gesamt | 100 | 39.509 | 31 |
| Wahlbeteiligung | Wahlbeteiligung | 37,5 % | 37,5 % | 37,5 % |
BĂźrgermeister
Wappen
Das Wappen der Stadt Rijeka wurde am 6. Juni 1659 von Leopold I., dem kroatischen KĂśnig und Kaiser von Ăsterreich, an die Stadt verliehen. Das Wappen ist etwas oval mit teilweise rotem Hintergrund und beinhaltet einen doppelkĂśpfigen schwarzer Adler mit erhobenen FlĂźgeln, der mit seinen goldenen Schnäbeln sowie seinen ausgestreckten roten Zungen nach links schaut. Dabei steht er mit seinen Beinen auf einem Felsvorsprung, mit seinem linken FuĂ stehend auf einem von naturfarbenem liegenden Krug bei dem Wasser heraustritt und in einen Fluss mĂźndet, während sein rechter FuĂ auf dem Felsen verbleibt.cite-ref-24[24]
Städtepartnerschaften
Rijeka unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:cite-ref-25[25]
⢠Nordmazedonien Bitola, Nordmazedonien, seit 2009
⢠Montenegro Cetinje, Montenegro, seit 2010
⢠China Volksrepublik Dalian, Volksrepublik China, seit 2006
⢠Italien Faenza, Italien, seit 1983
⢠Polen Gdynia, Polen, seit 2015
⢠Deutschland Karlsruhe, Deutschland, seit 2011
⢠Japan Kawasaki (Kanagawa), Japan, seit 1977
⢠Deutschland Neuss, Deutschland, seit 1990
⢠China Volksrepublik Ningbo, Volksrepublik China, seit 2010
⢠Italien Rom, Italien, seit 1974
⢠Deutschland Rostock, Deutschland, seit 1966
⢠Italien Triest, Italien, seit 2010
⢠Bosnien und Herzegowina Tuzla, Bosnien und Herzegowina, seit 2022
⢠China Volksrepublik Qingdao, Volksrepublik China, seit 1998
Konsulate
In Rijeka befinden sich folgende zwĂślf Auslandsvertretungen:cite-ref-26[26]
⢠Albanien Albanien
⢠Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina
⢠Danemark Dänemark
⢠Finnland Finnland
⢠Italien Italien
⢠Marokko Marokko
⢠Nordmazedonien Nordmazedonien
⢠Norwegen Norwegen
⢠Osterreich Ăsterreich
⢠Rumänien Rumänien
⢠Schweden Schweden
⢠Serbien Serbien
BevĂślkerung
Rijeka ist die drittgrĂśĂte Stadt Kroatiens (nach der Hauptstadt Zagreb und Split) und hatte 2011 bei der Volkszählung 128.624 Einwohner. Die Einwohnerzahl ist seit dem Ende des Kroatienkrieges 1995 gesunken: 2001 waren es noch 144.043 Einwohner gewesen, 1991 hatte Rijeka 164.075 Einwohner.
Die BevĂślkerungszahl hat sich seit 1880 folgendermaĂen entwickelt:
| BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] | BevĂślkerungsentwicklung [ 27 ] [ 28 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1857 | 1869 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 | 1921 | 1931 | 1948 | 1953 | 1961 | 1971 | 1981 | 1991 | 2001 | 2011 | 2021 |
| 18597 | 23880 | 27904 | 38959 | 51419 | 66042 | 61157 | 72111 | 67088 | 73718 | 98759 | 129173 | 158226 | 165904 | 144043 | 128264 | 107155 |
Religion
Die Kroaten sind mehrheitlich rĂśmisch-katholisch. In Rijeka gibt es eine Vielzahl religiĂśser Minderheiten; 71,96 % der Bewohner (hauptsächlich Kroaten und Italiener) bekennen sich zum rĂśmisch-katholischen Glauben, während serbisch-orthodoxe Christen 6,95 % der BevĂślkerung Rijekas ausmachen. Daneben existieren noch eine islamische und eine jĂźdische Gemeinde. Während sich die Muslime auf eine eigene grĂśĂere Moschee konzentrieren, haben die Juden ihre alte Synagoge rekonstruiert, sie dient wieder als Gebetsraum.
Judentum
â
Hauptartikel
:
JĂźdische Gemeinde Rijeka
Zum ersten Mal werden Juden im 1500 Jahrhundert in den Archiven der Stadt Rijeka erwähnt. Im Jahr 1441 kamen die ersten Juden aus der italienischen Provinz Pesaro und Urbino in der Region Marken und lieĂen sich als Kaufleute in der Stadt nieder. Während den Vertreibungen im KĂśnigreich Spanien im Jahr 1492 folgte eine FlĂźchtlingswelle und die dort vertriebene jĂźdische BevĂślkerung floh in verschiedene Städte in das angrenzende und gegenĂźberliegende Habsburgerreich, unter anderem auch nach Rijeka und der damaligen Republik Ragusa.
Die jĂźdische BevĂślkerung wuchs im 18. Jahrhundert weiter an und die jĂźdische Gemeinde in Rijeka wurde am 26. September 1781 gegrĂźndet. Weitere Einwanderungswellen im 19. Jahrhundert folgten zwischen 1835 und 1850 aus verschiedenen europäischen Ländern wie Ăsterreich, Italien, Ungarn, Russland und Moldawien. Ende des 19. Jahrhunderts zählte die jĂźdische Gemeinde etwa 2.500 Personen.
Die Stadt gehÜrte seit 1924 zu Italien und als diese die italienische Rassengesetze im Jahr 1938 erlassen hatte, erhielt jeder jßdische Einwohner einen Bescheid, indem festgestellt wurde, dass er nach diesem Gesetz Jude war. Zu dieser Zeit wurden in der Provinz del Carnaro 1.362 Menschen zu den Juden gezählt und namentlich erfasst. In einer Polizeiliste befanden sich etwa 1.530 Namen, zu der auch Ehepartner und staatenlose Ausländer gehÜrten. Das Innenministerium des KÜnigreichs Italien erlieà am 18. Juni 1940 einen Haftbefehl gegen mehrere hundert Juden und brachte sie in einer Schule in der Stadt unter. In den Kriegsjahren während des Zweiten Weltkrieges wurden verhaftete Juden später zusammen mit Kroaten, Serben, Slowenen und jugoslawischen Partisanen ßber Triest in verschiedene Konzentrationslager gebracht. Insgesamt kamen während des Krieges 361 Menschen jßdischen Glaubens aus Rijeka ums Leben, davon wurden die meisten ermordet.cite-ref-29[29]
Die Zahl der Juden beläuft sich auf etwa 40 Personen offiziellen Angaben zufolge, inoffiziell leben noch in der Stadt zwischen 120 und 150 Personen (2020) von einst 4700 (1943).cite-ref-30[30]
Sprache
Die Amtssprache ist Kroatisch. In Rijeka wird mehrheitlich Kroatisch gesprochen (Äakavischer Dialekt). Viele, besonders ältere Einwohner beherrschen zusätzlich die italienische Sprache.
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Ihre kulturelle Vielfalt, ihre historischen Attraktionen und ihre Bedeutung als wichtiger Hafen- und Industriestandort machen die Stadt attraktiv und zu einem Erlebnis fĂźr jeden Besucher. Rijeka erhielt im Jahr 2020 die Auszeichnung als Kulturhauptstadt Europas, was die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt noch mehr betont.
Kirchen und KlĂśster
⢠Die Kirche des heiligen Hieronymus befindet sich im westlichen Teil der Altstadt und wurde im 14. Jahrhundert erbaut, wo es dem Augustinerorden angehÜrte, der im Jahr 1315 in Rijeka gegrßndet wurde. Bis 1760 wurden dort Patrizier aus Rijeka sowie Mitglieder der Adelsfamilien Devinski und Walsee beigesetzt. Das kirchliche Bauwerk ist ein einschiffiges Längsgebäude im gotischen Stil, dessen Elemente bis heute erhalten geblieben sind. Nach dem Erdbeben im Jahr 1750 wurde die Kirche wieder aufgebaut und erhielt so ihren Barockstil, der sich am deutlichsten im Inneren und an der Westfassade zeigt. Aus der Zeit der Gotik sind die Strebepfeiler und die Wandverkleidung an der Sßd- und Ostfassade der Kirche erhalten.cite-ref-32[32]
⢠Zu Beginn des 17. Jahrhunderts kamen Jesuiten nach Rijeka und errichteten die Kathedrale des Heiligen Vitus, die dem Erzbistum Rijeka angehÜrte. Das Kirchengebäude wurde mit Mitteln der Spende der Gräfin Ursula von Thanhausen nach dem Projekt von Giacomo Briani erbaut, dem gleichen Architekten, der die Jesuitenkirche Santa Maria Maggiore in Triest entworfen hat. Der Grundstein fßr dieses Gebäude wurde am 15. Juni 1638 gelegt und der Bau wurde 1744 abgeschlossen. Das im Barockstil erbaute Gebäude hat einen zentralen Grundriss mit einem GewÜlbe und einer Kuppel, die auf sechs starken monumentalen Säulen ruht, die durch HalbkreisbÜgen verbunden sind. NÜrdlich des zentralen Bereichs befindet sich das Heiligtum, während sich darßber ein Tambour mit Galerien befindet.cite-ref-33[33]
⢠Die Kirche Mariä Himmelfahrt mit Glockenturm befindet sich in der Altstadt von Rijeka und stammt aus dem frĂźhen Christentum, was archäologische Mosaikfunde und Ăberreste rĂśmischer Bäder aus dem 5. und 6. Jahrhundert belegen. Zu dieser Zeit wurde das Gebäude als frĂźhchristlicher Kultraum benutzt und später auf den Fundamenten die romanische Kirche errichtet. Sie wurde erstmals im 14. Jahrhundert als Pfarrkirche erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Bauwerk zahlreiche Umgestaltungen und Umbauten erlebt. Bei dem Bau handelt es sich um eine dreischiffige Basilika mit einem rechteckigen Altarraum, dessen TonnengewĂślbe auf gemauerten Säulen ruht, die durch HalbkreisbĂśgen miteinander verbunden sind. Links vom Heiligtum befindet sich die Sakristei. Neben dem Hauptgebäude befindet sich ein Glockenturm mit quadratischem Grundriss.cite-ref-34[34]
⢠Die Pfarrkirche der Heiligen Kosmas und Damian liegt im Zentrum des Stadtteils Sveti Kuzam, hat ein einziges Kirchenschiff, einen einfachen rechteckigen Grundriss, der mit einer polygonalen Apsis im Altarbereich endet und von einem Satteldach bedeckt ist, das etwas niedriger als der Bereich des Heiligtums ist. An der Sßdseite wurde ein Glockenturm mit quadratischem Grundriss, abgeschlossen durch eine halbrunde Kuppel mit Laterne, und eine Sakristei mit einfachem rechteckigem Grundriss mit einfach gedecktem Dach angebaut. Die Existenz einer Kirche an dieser Stelle wird bereits im Jahr 1080 erwähnt, und es ist sicher bekannt, dass sie 1735 abgerissen und dann eine neue errichtet wurde. Das heutige Aussehen stammt durch Renovierungen aus dem 19. Jahrhundert.cite-ref-35[35]
⢠Die Allerheiligenkirche des heiligen Romuald befindet sich im Stadtteil Kozala Ăśstlich des Haupteingangs zum Friedhof. Dieses Gebäude wurde nach dem Projekt des Architekten Bruno Angheben erbaut und 1934 fertiggestellt. Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss und ihre Seitenfassade wird vom vertikalen Glockenturm dominiert. Beide Elemente befinden sich im Beinhaus, das zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet wurde. Die von jeglicher ĂźbermäĂiger Verzierung befreite Kirche besteht aus weiĂem Kalkstein in Kombination mit Rechtecken aus erdfarbenem Putz, die die spitzen Fenster an den Seitenfassaden einrahmen. Das Stahlbetondach ist mit einem Kupferblech bedeckt. An der Gestaltung der architektonischen Dekoration waren viele Handwerker aus Rijeka beteiligt.cite-ref-36[36]
⢠Das Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert befindet sich im Stadtteil Trsat und die heutige zweischiffige Kirche, ursprĂźnglich ein einschiffiges Gebäude, wurde im Stil des Barock errichtet. Der Glockenturm und die Fassade wurden bei der letzten Erweiterung der Kirche im Jahr 1824 errichtet. Ăstlich des Eingangs befindet sich ein groĂer Kreuzgang aus dem 17. Jahrhundert mit Wassertank. Der Kreuzgang ist mit einer Reihe von Fresken von Serafin SchĂśn geschmĂźckt. Die Votivkapelle wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Der kleine Kreuzgang befindet sich im Inneren des Klosterkreuzgangs. Das Klostergebäude verfĂźgt Ăźber eine barocke Struktur mit einer reichen Bibliothek, einem Archiv und einer Schatzkammer sowie einem aufwendig dekorierten Sommerspeisesaal.cite-ref-37[37]
⢠Das ehemalige Augustinerkloster und heute ein Dominikanerkloster wurde durch Hugo II. von Duino gegrßndet und im Jahr 1315 erstmals urkundlich erwähnt. Das heutige Aussehen und die Form stammen aus dem Jahr 1543. Einige seiner Teile sind Votivbauten aus der Gotik, daneben enthält es zwei Kapellen aus den Jahren 1450 und 1485. Der Kreuzgang selbst ist bis heute erhalten geblieben, wo sich zahlreiche Grabsteine und Gemälde aus verschiedenen Epochen der Geschichte befindencite-ref-38[38]
⢠Die Synagoge in Rijeka wurde 1930 nach dem Projekt von Angyala und Fabbra erbaut, zu einer Zeit, als die groĂe Ăśrtliche Synagoge noch existierte, bevor sie 1944 abgerissen wurde. Die kleine Synagoge ist ein einschiffiger Längsbau, auch wenn ihre Fassade mit dem asymmetrischen HĂśhenspiel der drei Kuben und der markanteren Mittelerhebung eine dreischiffige Struktur vermuten lässt.cite-ref-39[39]
Paläste und Herrenhäuser
⢠Der Palast des Gouverneurs Lajos Batthyåny wurde im Jahr 1896 nach den Plänen des ungarischen Architekten Alajos Hauszmann erbaut. Es befindet sich nordwestlich der Altstadt von Rijeka an einer sehr gut frequentierten Lage. Das pompÜse Gebäude wurde im Stil der Neorenaissance errichtet und hat einen rechteckigen Grundriss mit einer akzentuierten Eingangshalle sowie einer Zufahrt. Im Inneren des Bauwerks befindet sich ein zweigeschossiges Atrium mit Oberlicht, um das sich zahlreiche Salons reihen.cite-ref-40[40]
⢠Der Modello-Palast wurde 1885 nach dem Projekt des berĂźhmten Wiener ArchitekturbĂźros Fellner und Helmer fĂźr die Cassa comunale di risparmio erbaut. An der Stelle dieses Gebäudes befand sich das alte Theater von AdamiÄ. Das gleichnamige Gebäude existiert auch in Triest an der Piazza dell Unita und wurde nach dem Projekt des Architekten Giuseppe Bruni erbaut. Der Modello-Palast in Rijeka ist von hohem ästhetischen Wert, da er dem Zweiten Kaiserreich Frankreichs nachempfunden ist und in der Stadt eine nahezu einzigartige stilistische Anwendung darstellt, ebenso wie sein luxuriĂśses Mansardendach. Das Gebäude verfĂźgt auĂerdem Ăźber ein repräsentatives Treppenhaus im Inneren.cite-ref-41[41]
⢠Der monumentale Adria-Palast liegt direkt an der Uferpromenade von Rijeka und nimmt einen ganzen Häuserblock ein. Das Gebäude wurde von 1895 bis 1897 nach dem Projekt des Architekten Giacomo Zammatti erbaut, der später durch Francesco Mattiassi ersetzt wurde. Es hat einen rechteckigen Grundriss, ist freistehend und dominiert mit seinen repräsentativen Fassaden den Adriatischen Platz (Jadranski trg) und den Kßstenabschnitt im Sßden, wo sich der Haupteingang des Palastes befindet. Stilistisch wird er als eklektischer Historismus definiert, in dem sich Elemente des Neobarock und der Neorenaissance vermischen. Das Gebäude verfßgt ßber einen erhaltenen Innenhof mit einem schmiedeeisernen Zaun und ionischen Säulen.cite-ref-42[42]
Festungen
â
Hauptartikel
:
Burg Trsat
⢠Die Burg Trsat gehÜrte im Mittelalter zur Grafschaft und Pfarrei Vinodol und war von 1225 bis 1670 im Besitz der Frankopanen, später gehÜrte sie der ungarischen Kammer. Sie befindet sich im gleichnamigen Stadtteil und thront ßber der Stadt Rijeka mit einem imposanten Ausblick ßber die Kvarner-Bucht. Viele Elemente der mittelalterlichen Architektur sind teilweise erhalten. Die Burg ist umgeben von Mauern und Tßrmen mit einem umschlossenen Innenhof. Ein Wasserreservoir und ein Eingang mit einer Zugbrßcke aus dem Jahr 1826 sind ebenfalls noch vorhanden. Die Burg wurde vom Üsterreichischen Feldmarschall Laval Nugent Anfang des 19. Jahrhunderts gekauft und im Geiste des neugotischen Designs von Giacomo Paronuzzi renoviert.cite-ref-43[43]
Weitere SehenswĂźrdigkeiten
⢠Der Bau des kroatischen Nationaltheaters, nach dem Komponisten und Dirigenten Ivan Zajc benannt, begann 1883 in Rijeka nach dem Projekt der Wiener Architekten Fellner und Helmer auf Initiative des damaligen BĂźrgermeisters Giovanni Ciotta und wurde 1885 abgeschlossen. Fellner und Helmer war ein 1872 gegrĂźndetes Wiener ArchitekturbĂźro, das eine Reihe von Theatergebäuden und Konzertsälen in Ăsterreich-Ungarn entwarf, darunter den Modello-Palast in Rijeka. Der zuständige Bauunternehmer des Theaters war der aus Triest stammende Architekt Giacomo Zammattio. Das Theater befindet sich im Ăśstlichen Teil des Stadtzentrums. Die Hauptfassade des Theaters ist nach Westen ausgerichtet, wo sich ursprĂźnglich der Eingangsbereich befand, während Ăźber dem Theater selbst eine markante Kuppel thront.cite-ref-44[44]
⢠Direkt am Hafen befand sich die Firma Torpedo, die eine Torpedoabschussstation betrieb und eine Kompressor Station zum Befßllen von Torpedos mit Luft unterhielt. Vorgänger war die Whitehead-Werft. Erbaut wurde die Fabrik auf dem Gelände in den Jahren 1933 bis 1935. Das Gebäude diente als Station zum Testen und Probestarten von Torpedos. Das Gebäude wurde in zwei Etappen errichtet und bis Mitte der 1960er Jahre aktiv genutzt.cite-ref-45[45]
⢠Das ehemalige Lazarett wurde 1725 nach dem Projekt des aus Rijeka stammenden Architekten Antonio de Verneda unter der Leitung von Anton Matija Weiss erbaut. Das Bauwerk liegt an der Kßste westlich der Stadt und verfßgte frßher ßber eine repräsentative Sßdfassade, die bis heute in Fragmenten teilweise erhalten ist. Das Lazarett wurde damals im Stil des Barock errichtet.cite-ref-46[46]
⢠Das Mausoleum von Robert Whitehead, dem Entwickler des Torpedos mit eigenem Antrieb und Selbststeuerung, befindet sich auf dem Kozalafriedhof und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach dem Projekt des Triester Architekten Giacomo Zammatti erbaut. Es ist das grĂśĂte Mausoleum im Jugendstil in Kroatien. Allerdings ist das Grab heute leer, da kein einziges Mitglied der Familie Whitehead aus Rijeka mit britischen Wurzeln dort begraben liegt. Das Gebäude des Mausoleums befindet sich auf einer Fläche von 105,82 m² und die Zugangstreppe sowie die unmittelbare Umgebung von 283,01 m² sind dessen integraler Bestandteil.cite-ref-47[47]
⢠Ein Gebäude, das zum damaligen Augustinerkloster gehÜrte, wurde ab 1833 als Rathaus der Stadt Rijeka benutzt. Es befindet sich im westlichen Teil der Altstadt, neben den ehemaligen Stadtmauern und Stadttoren. Heute ist es wieder Teil des ehemaligen Klosters. Es wurde 1874 auf Initiative des damaligen Bßrgermeisters Giovanni Ciotta, nach dem Projekt des Architekten Filiberto Bazarigo, restauriert. Im Erdgeschoss mit der Ausfßhrung von Mezzanine Gesimsen und der Aufteilung der Wandleinwand im Stil des Piano nobile ist auch der Stil der Neorenaissance zu erkennen.cite-ref-48[48]
⢠Der Rijeka-Tunnel wurde 2017 wieder zugänglich gemacht. Die 330 Meter lange Tunnelanlage wurde 1939 bis 1942 von den Italiener gebaut.
Verkehr
Schifffahrt
Rijeka ist der Haupthafen Kroatiens. Der Transithafen ist fĂźr die mitteleuropäischen Binnenstaaten von groĂer Bedeutung, insbesondere fĂźr Ungarn, das den Ausbau der Hafenanlagen sowie der Schifffahrtswirtschaft zu Zeiten Ăsterreich-Ungarns stetig vorangetrieben hatte. Auch heute noch haben Ăsterreich und Ungarn je einen eigenen Freihafen in Rijeka (siehe Hafen Rijeka).
Der Hafen von Fiume wurde ab dem Ăsterreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 von Ungarn stark gefĂśrdert, um im Seehandel von Ăsterreich mĂśglichst unabhängig zu sein. Mit Hilfe gĂźnstiger Tarife sollte der gesamte internationale Frachtverkehr der ungarischen Reichshälfte auf Fiume gelenkt werden. Bereits 1878 schlugen 5463 Schiffe GĂźter im AusmaĂ von 427.513 Tonnen um. Ab 1880 setzte Ungarn auch auf eigene Schifffahrtsgesellschaften, weshalb die Reederei Adria mit Sitz in Fiume gegrĂźndet wurde. Auch die GrĂźndung der KĂźstenschifffahrtsgesellschaft Ungaro-Croata wurde von Ungarn unterstĂźtzt. Diese steuerte von Fiume aus Ziele entlang der AdriakĂźste bis Albanien an. Bis 1914 brachte es die Gesellschaft auf eine Flotte von 49 Dampfschiffen â die auch in der Hochseeschifffahrt tätige Adria verfĂźgte Ăźber lediglich 33 Dampfschiffe. Weitere Reedereien in Fiume waren die Oriente mit 6 Dampfern, die Levante mit 12 Dampfern und die Atlantica mit ebenfalls 12 Dampfern.
Der Fährhafen von Rijeka verbindet die Stadt mit den bedeutenderen Häfen entlang der kroatischen Kßste, Venedig und Sßditalien.
Die Segelschifffahrt brachte der Stadt im 18. Jahrhundert Wohlstand und VermÜgen. Allerdings trug der Schiffsbau stark zur Verkarstung des Hinterlandes bei. Im 19. Jahrhundert nahm die Zahl der hergestellten Schiffe stark ab. Zwischen 1840 und 1859 wurden jährlich rund 35 Schiffe gebaut. Bis 1862 nahm die Zahl der Schiffswerften auf 12 ab. Diese fielen dem Ausbau von Hafen, Kais und Eisenbahn zum Opfer. 1883 schloss die letzte verbliebene Werft Fiumes. Bis auf die Whitehead-Werft, aus dem ehemaligen Stabilimento Tecnico Fiumano hervorgegangen, gab es bis 1894, als das Marineunterstßtzungsgesetz in Kraft trat, keinen weiteren Werft- oder Schiffsreparaturbetrieb in der Stadt. Durch einen Zusammenschluss von Fiumaner Interessenten und der Kieler Schiffbaufirma Howaldt entstand 1892 die Fiumaner Dockgesellschaft, die am 13. November 1894 ihre Werft, etwa vier Kilometer westlich vom Stadtzentrum, erÜffnete. Nach zehnjährigem Bestand musste auch diese Gesellschaft liquidiert werden.
Erst 1905 engagierte sich der Staat aktiv im Schiffbau von Fiume, indem die Budapester Werft Danubius durch finanzielle Anreize fĂźr den Betrieb und Ausbau der Werftanlagen in Bergudi (heute Brgud) gewonnen werden konnte. Grund waren Erweiterungspläne der k.u.k. Kriegsmarine, die groĂe Werftkapazitäten benĂśtigte. In den folgenden Jahren entstand daher in Bergudi eine beachtliche GroĂwerft, die im Jahr 1913 2500 Mitarbeiter beschäftigte. Das grĂśĂte dort hergestellte Schiff, die Szent IstvĂĄn mit 20.000 BRT, wurde 1912 auf Kiel gelegt. Heute befindet sich an derselben Stelle die Werft 3. Maj. Im Jahr 2010 erwarb die Stadt die inzwischen zum Kulturdenkmal des ehemaligen VielvĂślkerstaates erklärte ehemalige Staatsjacht Titos Galeb.
Im Jahr 2020 wurden im Containerterminal âAdriatic Gateâ, der mehrheitlich vom philippinischen Hafenbetreiber ICTSI kontrolliert wird, Ăźber 300.000 TEU umgeschlagen.cite-ref-49[49]
Eisenbahn
In der Zeit der Donaumonarchie wurde der Bahnhof Rijeka mit der Bahnstrecke ZagrebâRijeka Ăźber Karlovac und Zagreb an das Netz der Ungarischen Staatsbahn angebunden. Durch die private SĂźdbahn-Gesellschaft wurde 1873 mit der Bahnstrecke PivkaâRijeka Ăźber Opatija und Pivka ebenfalls eine Anbindung an das Ăśsterreichische Eisenbahnnetz Richtung Ljubljana und Wien geschaffen. Mit diesen beiden Bahnstrecken Ăźberholte Rijeka Triest als grĂśĂter Adriahafen.
Nach dem EU-Beitritt Sloweniens sind die GĂźterstrĂśme der Eisenbahnstrecke RijekaâLjubljanaâWien vom Hafen Rijeka groĂenteils auf den slowenischen Hafen Koper verlagert worden. Ăber den Hafen von Rijeka werden praktisch keine Waren mehr in Richtung Slowenien transportiert. Dies fĂźhrte zu groĂen Verlusten im Hafen von Rijeka. Ausbaupläne oder Erneuerungspläne fĂźr den Anschluss SlowenienâRijeka sind nicht bekannt. Die Bahnstrecke nach Pula, die Istrien erschlieĂt, ist von Rijeka aus nur Ăźber slowenisches Gebiet (und damit nach zweimaligem GrenzĂźbertritt) erreichbar, so dass diese Verbindung kaum noch genutzt wird.
Vom Bahnhof Rijeka bestehen heute Verbindungen u. a. nach Osijek und Zagreb Hauptbahnhof sowie international z. B. nach Ljubljana, MĂźnchen und Budapest. Das Eisenbahnnetz in dieser Region ist mittlerweile sehr veraltet und bedarf dringend der Sanierung. 2007 wurde mit dem Ausbau einer neuen Trasse nach Karlovac, Zagreb und von dort Ăźber Koprivnica nach Ungarn begonnen. Mit der Fertigstellung wird nicht vor 2025 gerechnet.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] FĂźr den Nahverkehr (ĂPNV) in der Region Rijeka spielt die Eisenbahn keine Rolle mehr, dafĂźr werden Busse eingesetzt.
Siehe auch
:
Neubaustrecke ZagrebâRijeka
Von 1899 bis 1952 bestand mit der StraĂenbahn Rijeka ein elektrisches Nahverkehrssystem, das durch ein Netz von Oberleitungsbussen abgelĂśst wurde.
Siehe auch
:
StraĂenbahn Rijeka
Luftfahrt
Der internationale Flughafen Rijeka (RJK) befindet sich sßdÜstlich der Stadt bei Omiťalj auf der Insel Krk. Die Entfernung dorthin beträgt etwa 26 Kilometer. Von dort gibt es Verbindungen zu mehreren europäischen Zielen, in der Regel aber nur im Sommerflugplan. Neben Croatia Airlines wird der Flughafen von Eurowings, Norwegian, Condor, Skywork und Ryanair angeflogen.
StraĂenverkehr
Rijeka ist an das Autobahnnetz im zentralen Teil Kroatiens Ăźber die A6 und Richtung Slowenien Ăźber die A7 angeschlossen. Ăber die Autobahn A8 wird von Rijeka aus die Halbinsel Istrien erreicht. Das AutobahnzwischenstĂźck von Kroatien nach Italien (Rijeka-Triest) wurde bisher von Slowenien nicht realisiert, obwohl dies von den Kroaten gefordert wird. Nahe der Stadt befindet sich die Motorsport-Rennstrecke Automotodrom Grobnik.
Nahverkehr und Busfernverkehr
Der Nahverkehr wird durch die lokalen Verkehrsunternehmen Autotrolej bzw. Autotrans mit Autobussen abgedeckt. Insgesamt 17 Stadtlinien verbinden alle Stadtteile und die umliegenden DĂśrfer miteinander. Fernverkehrslinien werden ebenfalls von der lokalen Autotrans betrieben, so viele tägliche und wĂśchentliche Anbindungen an grĂśĂere europäische Städte: nach Amsterdam, Basel, Berlin, Bern, Frankfurt am Main, Mailand, MĂźnchen, Prag, Venedig, Wien, ZĂźrich und andere. Von 1899 bis 1952 verkehrte in Rijeka eine StraĂenbahn, von 1952 bis 1971 traten Oberleitungsbusse an Stelle der StraĂenbahn, diese wurde wiederum durch Stadtbusse ersetzt. Die Fahrleitungen des Oberleitungsbusses sind zum Teil bis heute vorhanden.
Siehe auch
:
Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation in Kroatien
Bildung
Die Universität Rijeka wurde im Jahr 1973 gegrßndet und ist heute eine wichtige Forschungs- und Wissenschaftsuniversität in der Region. In den Jahren 2023 und 2024 waren 15.764 Studenten an der Universität als Studierende eingetragen.cite-ref-52[52] Daneben besteht noch die Hochschule in Rijeka und die Marinehochschule Rijeka.
Zu den Abteilungen und Fachgebieten der Universität Rijeka gehÜren folgende Wissenschaftsgebiete:
⢠Akademie fßr angewandte Kunst
⢠Fakultät fßr Wirtschaftswissenschaften
⢠Fakultät fßr Biotechnologie und Arzneimittelentwicklung
⢠Fakultät fßr Zahnmedizin
⢠Fakultät fßr Informatik und Digitale Technologien
⢠Fakultät fßr Physik
⢠Fakultät fßr Mathematik
⢠Fakultät fßr Tourismus
⢠Fakultät der Gesundheitswissenschaften
⢠Fakultät fßr Bauingenieurwesen
⢠Medizinische Fakultät
⢠Fakultät fßr Seefahrt
⢠Philosophische Fakultät
⢠Fakultät der Rechtswissenschaften
⢠Technische Fakultät
⢠Fakultät der Pädagogik
Medien
Die unabhängige Tageszeitung Novi list erscheint seit 1890 in Rijeka, sie ist die wichtigste Zeitung der Region. Zudem gilt sie als eine der wenigen Zeitungen, die sich auch gegenĂźber Regierung und Opposition kritisch äuĂern. In Rijeka erscheint auch die unabhängige italienischsprachige Tageszeitung La Voce del Popolo seit Ăźber 120 (Neuauflage 60) Jahren.
Kunst und Kultur
Europäische Kulturhauptstadt 2020
Rijeka war gemeinsam mit Galway (Irland) Kulturhauptstadt Europas 2020.cite-ref-53[53] Das Kulturhauptstadt-Jahr wurde in Rijeka unter das selbstgewählte Motto âHafen der Vielfaltâ gestellt. Vorgesehen waren mehr als 300 Programmpunkte mit mehr als 600 Events. FĂźr die Aktivitäten waren 30 Millionen Euro Budget veranschlagt.cite-ref-54[54] ErĂśffnet wurde am 1. Februar 2020 mit der âOpera Industrialeâ, einem groĂen Musiktheater-Schauspiel am und im Hafenbecken.cite-ref-55[55] Inszeniert wurde das Schauspiel von den beiden kĂźnstlerischen Leitern von Rijeka 2020, Josip Marsic und Zoran Medved, die Musik stammte vom kroatischen Komponisten Frano ÄuroviÄ.cite-ref-56[56]
Viele der geplanten Veranstaltungen mussten aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden Lockdowns abgesagt werden. Davon ausgenommen waren die Kunst-im-Ăśffentlichen-Raum-Projekte, wie etwa der von Nemanja CvijanoviÄ gestaltete fĂźnfzackige Partisanenstern aus 2.800 roten Glassplittern, der temporär auf dem Hochhaus am Jadranski-Platz angebracht war.cite-ref-57[57]
Kunst- und Kulturviertel âArt Kvartâ
Im Rahmen von Rijeka 2020 entstand im historischen BenÄiÄ-Industriekomplex gegenĂźber vom Bahnhof mit dem âArt Kvartâ ein neues Kunstquartier.cite-ref-58[58] Es beherbergt ein Museum moderner und zeitgenĂśssischer Kunst (Muzej moderne i suvremene umjetnosti)cite-ref-59[59], ein Kindermuseum (DjeÄa KuÄa)cite-ref-60[60], das Stadtmuseum von Rijeka (Muzej grada Rijeki) im ehemaligen âZuckerpalastâcite-ref-61[61] und die neue Stadtbibliothek (Gradska knjiĹžnica Rijeka).
Theater
In Rijeka befindet sich ein Gebäude des bekannten, auf Theaterbauten spezialisierten Architekturbßros Fellner & Helmer, das Kroatische Nationaltheater in Rijeka.
Karneval
Seit 1982 findet in Rijeka der jährliche Karneval statt. Jährlich besuchen ßber 120.000 Zuschauer den Karneval, der von Mitte Januar bis Ende Februar stattfindet. Am Umzug nehmen ßber 10.000 Aktive teil, die in ca. 150 Gruppen organisiert sind.
Sport
In Rijeka sind sehr viele Sportarten vertreten, u. a. FuĂball, Handball, Basketball und Wasserball.
Der FuĂballklub in Rijeka ist einer der grĂśĂeren Vereine in Kroatien. HNK Rijeka hat bisher fĂźnf nationale Pokale gewonnen (zweimal in Jugoslawien und 2005/2006 in Kroatien). In der Saison 2016/2017 konnte sich der Verein erstmals die kroatische Meisterschaft sichern.
Der heimische Wasserball-Klub VK Primorje Rijeka stand 2012 im Endspiel der Champions League der Männer und gewann 2013 die spielstarke Adria-Liga, die mit den besten Vereinsteams aus Kroatien, Montenegro und Slowenien ausgetragen wird.
Zwischen 1978 und 1990 fand im Automotodrom Grobnik 13-mal der GroĂe Preis von Jugoslawien im Rahmen der Motorrad-Weltmeisterschaft statt. Heute finden noch Rennen zur Seitenwagen-Weltmeisterschaft und anderen Meisterschaften statt.
Von 2007 bis 2011 fand in Rijeka jährlich das Tennisturnier ATP Challenger Rijeka statt.
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
â
Hauptartikel
:
Liste von PersĂśnlichkeiten der Stadt Rijeka
⢠Vinko JeliÄ (1596â1636), Komponist
⢠Josef Bardarini (1708â1791), Professor fĂźr Theologie und Direktor der Universitätsbibliothek Graz
⢠Karl von Keuhl (1739â1798), kaiserlicher Feldmarschall-Lieutenant und Ritter des Maria Theresia-Ordens
⢠SebĹ Vukovics (1811â1912), ungarischer Politiker und während der Ungarischen Revolution Justizminister
⢠Giovanni de Ciotta (1824â1903), ungarischer Politiker, PodestĂ (BĂźrgermeister) von Fiume und Reichstagsabgeordneter
⢠Ivan Zajc (1832â1914), Komponist und Dirigent
⢠Cato Savij Edler von Lerville (1850â1920), Ăśsterreichischer Feldmarschalleutnant
⢠Siegmund Ritter, seit 1917 Graf von Benigni in MĂźldenberg (1855â1922), Ăśsterreichischer Feldzeugmeister
⢠Reinhold von Lichtenberg (1865â1927), Ăśsterreichischer Kunsthistoriker und Publizist
⢠Ferdinand von Purschka (1870â1940), Ăśsterreichisch-ungarischer Marineoffizier
⢠Adolf Christl (1891â1974), Ăśsterreichischer Maler, Galerist und Konservator
⢠Roberto Oros di Bartini (1897â1974), sowjetischer Flugzeugkonstrukteur italienischer Herkunft
⢠Lovro von MataÄiÄ (1899â1985), jugoslawischer Dirigent
⢠ĂdĂśn von HorvĂĄth (1901â1938), Ăśsterreichisch-ungarischer Schriftsteller
⢠Ladislao Mittner (1902â1975), italienischer Germanist
⢠Margarete Hanusch (1904â1993), Ăśsterreichische Bildhauerin
⢠Rodolfo Volk (1906â1983), italienischer FuĂballspieler
⢠Karl Plunder (1909â1978), Ăśsterreichischer Pädagoge und Botaniker
⢠JĂĄnos KĂĄdĂĄr (1912â1989), ungarischer kommunistischer Politiker
⢠Ezio Loik (1919â1949), italienischer FuĂballspieler
⢠Angela Carlevaris (1921â2015), italienische Benediktinerin und Altphilologin
⢠Bonaventura Duda (1924â2017), Franziskanerpater, Theologe und Hochschullehrer
⢠Rosemarie Wildi-Benedict (1924â2010), Pädagogin, Ăbersetzerin und Autorin
⢠Abdon Pamich (* 1933), italienischer Leichtathlet, Olympiasieger
⢠MihĂĄly CsĂkszentmihĂĄlyi (1934â2021), ungarisch-US-amerikanischer Professor fĂźr Psychologie an der University of Chicago
⢠Alessandro Messina (1941â2022), kanadischer Radrennfahrer
⢠Aleksa Bjeliť (* 1947), Rektor der Universität Zagreb
⢠Luciano SuĹĄanj (1948â2024), Leichtathlet
⢠Josip BozaniÄ (* 1949), rĂśmisch-katholischer Erzbischof von Zagreb und Kardinal
⢠Slavenka DrakuliÄ (* 1949), Schriftstellerin
⢠Milan RuĹžiÄ (1955â2014), jugoslawischer FuĂballspieler
⢠Melita Ĺ unjiÄ (* 1955), Journalistin
⢠Vesna TomljenoviÄ (* 1956), Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin; Richterin am Gericht der Europäischen Union
⢠Marija VuÄinoviÄ (* 1958), Politikerin
⢠Azra BaĹĄiÄ (* 1959), kroatisch-bosnische Aufseherin eines Gefangenenlagers
⢠Željko JovanoviÄ (* 1965), Politiker
⢠Darko JurkoviÄ (* 1965), Jazzmusiker
⢠Alexander Petritz (* 1965), Architekt und Stadtplaner
⢠Alvaro NaÄinoviÄ (* 1966), Handballspieler
⢠Kolinda Grabar-KitaroviÄ (* 1968), Politikerin und Diplomatin
⢠Dragan SkoÄiÄ (* 1968), FuĂballspieler und -trainer
⢠Zlatko Perica (* 1969), Gitarrist
⢠SiniĹĄa VukoniÄ (* 1971), Skilangläufer
⢠Daniel Ĺ ariÄ (* 1972), FuĂballspieler
⢠Antonio RaÄki (1973â2024), Skilangläufer
⢠Vladimir VujasinoviÄ (* 1973), Wasserballspieler
⢠Damir Glavan (* 1974), Wasserballspieler
⢠Edvin Jurisevic (* 1975), US-amerikanischer FuĂballschiedsrichter
⢠Alen AbramoviÄ (* 1976), Skilangläufer
⢠Mirza DŞomba (* 1977), Handballspieler
⢠Žarko GaljaniÄ (* 1978), Biathlet
⢠Damir JurÄeviÄ (* 1978), Skilangläufer
⢠Maja Kezele (* 1979), Skilangläuferin
⢠Andre MijatoviÄ (* 1979), FuĂballspieler
⢠Tomislav DanÄuloviÄ (* 1980), Radrennfahrer
⢠Martina Majerle (* 1980), Sängerin
⢠Andrijana StipaniÄiÄ (* 1981), Biathletin
⢠Dario KneĹževiÄ (* 1982), FuĂballspieler
⢠Ivan StevanoviÄ (* 1982), Handballspieler
⢠Denis KlobuÄar (* 1983), Skilangläufer
⢠Darko BlaĹževiÄ (* 1984), Radrennfahrer
⢠Deni Gasperov (* 1986), Handballspieler
⢠Diana Haller (* 1986), Mezzosopranistin
⢠Ana JeluĹĄiÄ (* 1986), Skirennläuferin
⢠Edin JunuzoviÄ (* 1986), FuĂballspieler
⢠Josip VrliÄ (* 1986), Wasserballspieler
⢠Jakov Fak (* 1987), Biathlet
⢠Ivan KrapiÄ (* 1989), Wasserballspieler
⢠Marin Premeru (* 1990), Leichtathlet
⢠Dino Marcan (* 1991), Tennisspieler
⢠Stefan VujiÄ (* 1991), Handballspieler
⢠Franka BateliÄ (* 1992), Sängerin
⢠Teo ÄoriÄ (* 1992), Handballspieler
⢠Dino SlaviÄ (* 1992), Handballspieler
⢠Jadranko StojanoviÄ (* 1992), Handballspieler
⢠Zlatko TripiÄ (* 1992), FuĂballspieler
⢠Niko DatkoviÄ (* 1993), FuĂballspieler
⢠Josip Rumac (* 1994), Radsportler
⢠Ricardo Bagadur (* 1995), FuĂballspieler
⢠Ivica IvuĹĄiÄ (* 1995), FuĂballspieler
⢠Antonio Mance (* 1995), FuĂballspieler
⢠Vlado MatanoviÄ (* 1995), Handballspieler
⢠Filip Pravdica (* 1995), Weitspringer
⢠Andrija FilipoviÄ (* 1997), FuĂballspieler
⢠Filip Glavať (* 1997), Handballspieler
⢠Anika KoŞica (* 1997), Biathletin
⢠Leona PopoviÄ (* 1997), Skirennläuferin
⢠Halil Jaganjac (* 1998), Handballspieler
⢠Ivan Lepinjica (* 1999), FuĂballspieler
⢠Tin LuÄin (* 1999), Handballspieler
⢠Fran Mileta (* 2000), Handballspieler
⢠Veron NaÄinoviÄ (* 2000), Handballspieler
⢠Gianfranco PribetiÄ (* 2000), Handballspieler
⢠Marko Skender (* 2001), Skilangläufer
⢠Veldin HodĹža (* 2002), FuĂballspieler
⢠Matija LegoviÄ (* 2005), Biathlet
Sonstiges
Mediale Rezeption
Literatur
⢠Martin Zeiller: S. Veit am Flaum. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Provinciarum Austriacarum. Austria, Styria, Carinthia, Carniolia, Tyrolis ⌠(= Topographia Germaniae. Band 10). 3. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1679, S. 72â73 (Volltext [Wikisource]).
⢠Daniel Baric: Rijeka. Kleine Stadtgeschichte. Pustet, Regensburg 2020, ISBN 978-3-7917-3131-5.
⢠Igor Zic: Rijeka â Die St. Veit Stadt. Dusevic & Krsovnik, Rijeka 1996, ISBN 953-6029-10-3.
⢠Neda AndriÄ: Rijeka. Geschichte, Kultur, Kunst, NatursehenswĂźrdigkeiten, Tourismus. Zagreb 1988.
⢠Marijana Erstic, Daniel Winkler: Rijeka / Fiume. Italien und Kroatien (= Zibaldone. Zeitschrift fßr italienische Kultur der Gegenwart. Nr. 68, 2019). Stauffenburg, Tßbingen 2020, ISBN 978-3-95809-711-7.
Weblinks
Commons
: Rijeka
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Rijeka
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikivoyage: Rijeka
â ReisefĂźhrer
⢠Homepage der Stadt Rijeka (Englisch, auch auf Kroatisch und Italienisch verfßgbar)
⢠Fremdenverkehrsamt der Stadt Rijeka (deutsch)
⢠Fiume/Rijeka: Historische Ansichtskarten (italienisch)
⢠Dossiers zum Thema Fiume in der Pressemappe 20. Jahrhundert der ZBW â Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
Einzelnachweise
cite-note-11. CENSUS OF POPULATION. Croatian Bureau of Statistics, abgerufen am 12. Juni 2023.
cite-note-22. https://www.index.hr/vijesti/clanak/rijeka-ima-novu-gradonacelnicu/2676298.aspx
cite-note-33. â Central Bureau of Statistics: Census of Population, Households and Dwellings 2011 â Notes on Methodology. Abgerufen am 31. Dezember 2019.
cite-note-44. â ec.europa.eu
cite-note-55. â Rijeka.hr. Geschichte der Stadt Rijeka (Memento des Originals vom 14. Dezember 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rijeka.hr (kroatisch).
cite-note-66. â Volkszählung in Kroatien 2021
cite-note-77. â Verwaltungsgliederung der Stadt Rijeka
cite-note-88. â Ludwig Steindorff: Geschichte Kroatiens. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2020.
cite-note-99. â Daniel LaliÄ: Der Hochadel Kroatien-Slawoniens. de Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston 2017, S. 55â56.
cite-note-luka-1010. â RijeÄka luka. Muzej Grada Rijeke, Stand 31. März 2012.
cite-note-1111. â PĂŠter Techet: Verzahnung kirchen- und nationalpolitischer Frontlinien in Fiume/Rijeka. âLiberaleâ Ungarn und Italienier zur Zeit des ungarischen âKulturkampfesâ (1894/1895). In: Bernhard Bachinger u. a.: Ăsterreich-Ungarns imperiale Herausforderungen. Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900. V&R Unipress, GĂśttingen 2020, S. 295â312, hier S. 296â302.
cite-note-1212. â Michael Arthur Ledeen: D'annunzio: the First Duce. S. 23.
cite-note-1313. â Ljubinka ToĹĄeva Karpowicz: The âState of Rijekaâ of the Italian National Council (23 November 1918 bis 12 September 1919). In: Angela IliÄ u. a.: Blick ins Ungewisse: Visionen und Utopien im Donau-Karpaten-Raum 1917 und danach. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2019, S. 19â32, hier S. 20â21.
cite-note-1414. â Marina Cattaruzza, Sascha Zala: Wider das Selbstbestimmungsrecht? Wilsons Vierzehn Punkte und Italien in der europäischen Ordnung am Ende des Ersten Weltkriegs. In: JĂśrg Fisch: Die Verteilung der Welt. Selbstbestimmung und das Selbstbestimmungsrecht der VĂślker. R. Oldenbourg Verlag, MĂźnchen 2011, S. 141â156, hier S. 152.
cite-note-1515. â Birte FĂśrster: 1919. Ein Kontinent erfindet sich neu. 2. Auflage. Reclam, Ditzingen 2018. Abschnitt Die Anfänge des italienischen Faschismus und die Besetzung Fiumes.
cite-note-1616. â Artikel FĂźhrerkult, UnterdrĂźckung und orgiastische Feste, abgerufen am 19. August 2021.
cite-note-1717. â Die Italiener aus Istrien haben ihre Heimat verlassen, damit die Kommunisten Titos ihnen nicht ihre Identität nehmen, abgerufen am 11. Dezember 2024
cite-note-1818. â Die Migration der italienischen BevĂślkerung auf dem Territorium Kroatiens während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit, abgerufen am 11. Dezember 2024
cite-note-1919. â Zwei heiĂe Tage der Stadt Rijeka, abgerufen am 12. Dezember 2024
cite-note-2020. â 30 Jahre später - âWir waren mehr als es Waffen zur VerfĂźgung gabâ, abgerufen am 12. Dezember 2024
cite-note-2121. â Fiume - Deutsche Schutzgebiete, abgerufen am 12. Dezember 2024
cite-note-2222. â Stadt Rijeka, Gemeinderatswahl 2021, Endergebnis, abgerufen am 10. Dezember 2024
cite-note-2323. â Stadt Rijeka , BĂźrgermeisterwahl 2021, Endergebnis, abgerufen am 10. Dezember 2024
cite-note-2424. â Stadt Rijeka , Wappen und Flagge der Stadt, abgerufen am 11. Dezember 2024
cite-note-2525. â Stadt Rijeka , Städtepartnerschaften, abgerufen am 11. Dezember 2024
cite-note-2626. â Botschaften ausländischer Staaten in der Republik Kroatien. Ministerium fĂźr internationale und europäische Angelegenheiten der Republik Kroatien (kroatisch).
cite-note-273. BevĂślkerungsentwicklung von 1857 bis 2001
cite-note-284. Volkszählung in Kroatien 2011
cite-note-2929. â JĂźdische Gemeinde in Rijeka und Forschungs- und Dokumentationszentrum
cite-note-3030. â JĂźdisch in Rijeka - Die Hafenstadt an der Adria ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas. Ein Besuch in der Gemeinde
cite-note-3131. â Brockhausâ Konversations-Lexikon. Vierzehnte, vollständig neubearbeitete Auflage in sechzehn Bänden. Sechster Band: Elektrodynamik â Forum. Brockhaus, Leipzig 1893, S. 850, Artikel Fiume.
cite-note-3232. â Denkmalregisternummer: Z-108.
cite-note-3333. â Denkmalregisternummer: Z-824.
cite-note-3434. â Denkmalregisternummer: Z-1342.
cite-note-3535. â Denkmalregisternummer: Z-1995.
cite-note-3636. â Denkmalregisternummer: Z-1860.
cite-note-3737. â Denkmalregisternummer: Z-1151.
cite-note-3838. â Denkmalregisternummer: Z-107.
cite-note-3939. â Denkmalregisternummer: Z-341.
cite-note-4040. â Denkmalregisternummer: Z-99.
cite-note-4141. â Z-99.
cite-note-4242. â Denkmalregisternummer: Z-1427.
cite-note-4343. â Denkmalregisternummer: Z-342.
cite-note-4444. â Denkmalregisternummer: Z-99.
cite-note-4545. â Denkmalregisternummer: Z-3780.
cite-note-4646. â Denkmalregisternummer: Z-103.
cite-note-4747. â Denkmalregisternummer: Z-828.
cite-note-4848. â Denkmalregisternummer: Z-109.
cite-note-4949. â Mehr Boxen in Rijeka ¡ Containerterminal steigert Umschlag um zwĂśf Prozent und knackt 300.000-TEU-Marke. In: Täglicher Hafenbericht vom 6. Januar 2021, S. 13
cite-note-5050. â gtai.de
cite-note-5151. â STRABAG modernisiert kroatische Bahnstrecke zwischen Zagreb und Rijeka fĂźr ⏠228 Mio. STRABAG, 11. August 2022, abgerufen am 11. Oktober 2023.
cite-note-5252. â Universität Rijeka , Studierende in den Jahren 2023/2024, abgerufen am 11. Dezember 2024
cite-note-5353. â Kulturhauptstädte Europas, Europäische Kommission
cite-note-5454. â Europäische Kulturhauptstadt 2020: Rijeka â Hafen der Vielfalt, Treffpunkt Europa vom 7. September 2020, abgerufen am 8. April 2023.
cite-note-5555. â Rijeka geht fulminant ins Kulturhauptstadt-Jahr (Memento des Originals vom 3. Februar 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunkkultur.de, âKulturnachrichtenâ auf deutschlandfunkkultur.de vom 2. Februar 2020, abgerufen am 3. Februar 2020.
cite-note-5656. â Rijeka, Port of Diversity, FOMOSO â Forum fĂźr Mittelost- und SĂźdosteuropa vom 15. September 2022, abgerufen am 8. April 2023.
cite-note-5757. â Rijeka, mutige Kulturhauptstadt trotz Pandemie, Der Standard vom 8. Juli 2022, abgerufen am 8. April 2023.
cite-note-5858. â Rijeka â was blieb von Europas Kulturhauptstadt?, Website A.R.T. Redaktionsteam vom 23. März 2022, abgerufen am 8. April 2023.
cite-note-5959. â Website Muzej moderne i suvremene umjetnosti abgerufen am 8. April 2023
cite-note-6060. â Website DjeÄa KuÄa abgerufen am 8. April 2023.
cite-note-6161. â Website Muzej grada Rijeki abgerufen am 8. April 2023.
cite-note-6363. â Netflix-Serie âThe Paperâ: Machtkampf in Rijeka. In: Tagesspiegel. 24. März 2020, abgerufen am 11. Oktober 2023.